PLACE_POWEREDBY
Tag 5

Der letzte Tag ist leider angebrochen und den konnten wir heute mal verbringen wie wir wollten. Ein paar Freunde und ich haben eine Erkundungstour über die Insel gemacht und uns alles etwas genauer angesehen. Als wir eine Pause in einem Café gemacht haben, gab’s erstmal eine Einführung in die Syltener Teetradition. Es gibt nämlich ein bestimmtes Ritual wie man den Tee trinken sollte und natürlich immer mit einem Würfel Kandis Zucker, den die Einheimischen übrigens Kluntje nennen. Wenn man auch nichts mehr nachgeschenkt bekommen möchte, sollte man gemäß Tradition seinen Löffel in die Tasse legen, um zu zeigen, dass man fertig ist. Natürlich haben wir als „echte Touristen“ auch ein paar Souvenirs gekauft und eine Menge Fotos gemacht. Als wir auf dem Rückweg zu unserem Ferienhaus waren, kam uns die Idee, dass wir mindestens einmal auch in der Nordsee geschwommen haben müssen, bevor wir nach Hause zurückkehren. Gesagt, getan! Doch so warm wie wir gehofft hatten, war das Wasser leider nicht -nur ca. 18°C. Und es gab noch eine Überraschung: Wir konnten sogar spüren, wie sich das Wasser bei der Ebbe zurückzog! Wir standen zwar nicht ganz auf trockenem Boden, da wir ziemlich weit rausgeschwommen waren, aber der Meeresspiegel senkte sich doch deutlich. Da wir daraufhin keine Lust mehr hatten, sind wir aus dem Wasser raus und mussten die letzten Meter zum Strand wirklich zurück LAUFEN! Wieder im Haus angekommen, haben wir unsere Sachen zusammen gepackt und sind dann abends wieder alle gemeinsam nach Hause gefahren. Es war eine echt wunderschöne Woche, wir haben viel erlebt und gelernt und hatten dabei unglaublichen Spaß! Eigentlich will ich noch gar nicht zurück und um es mit den Worten der Ärzte auszudrücken: „Diese eine Liebe wird nie zuende geh'n! Wann werd ich sie wiedersehen?“ Hiermit verabschiede ich mich ein letztes Mal, ich danke euch, dass ihr dieses Abenteuer mit mir erlebt habt und hoffe ich konnte euch die Nordsee ein bisschen näher bringen. Macht’s gut und vielleicht bis bald! Zanin
28.3.15 21:03


Tag 4



Na, was glaubt ihr was das ist?

Richtig MÜLL!
Pro Jahr gelangen schätzungsweise 20 000 Tonnen Müll in die Nordsee, größtenteils verursacht durch die Fischerei oder die Schifffahrt.
Wahrscheinlich liegen inzwischen bis zu 600.000 Kubikmeter Müll auf dem Meeresboden, und täglich werden es mehr.
Wir haben heute was dagegen getan und waren Müllsammeln. Das löst zwar nicht das Problem, aber immerhin konnten wir ein bisschen was dazu beitragen und sind alle mit großen Müllsäcken am Strand entlang gelaufen. So kann man wenigstens einen Teil des Mülls beseitigen, damit er nicht mit den nächsten Wellen wieder direkt zurück geschwemmt wird.

Der Müll ist nämlich ein riesen Problem für das Meer und all seine Bewohner.
Abgerissene Fischernetze, Plastikverpackungen vom Schiffsmüll und die zusätzliche Verschmutzung der Strandgänger sind nur ein paar Beispiele der Gefahren für die Tiere. Sie verheddern sich nämlich in dem Müll und bleiben hängen, würgen sich oder werden verletzt, oder verhungern sogar, da sie sich nicht mehr befreien können.
Kunststoff ist sowieso schon schwer abbaubar und im Meer erst recht: 400-450 Jahre dauert es bis er quasi verschwunden ist.

Natürlich haben wir uns daraufhin alle gefragt, was man denn dagegen tun könnte, denn nur ein bisschen Müll am Strand aufsammeln, hilft natürlich nicht alleine.
Eine Möglichkeit wären die 5 Rs:
Refuse, Reduce, Reuse, Recycle & Rethink

Also quasi erst noch einmal nachdenken, bevor man Müll ins Meer wirft, teilweise auch recyclen, soweit es geht, und generell die Müllentstehung verringern!

Neben dem Müll ist das Öl noch ein riesen Problem, denn es verklebt das Gefieder der Vögel und landet schließlich in ihrem Magen, weshalb sie sich vergiften.
Jährlich sterben dann traurigerweise 15 000 daran. Das Öl kommt jedoch gar nicht nur von Schiffsunglücken wie man vermuten würde, sondern es sind hauptsächlich illegal entsorgte Treibstoffreste von Schiffen, versehentlich austretendes Öl von Bohrinseln und außerdem kommt viel aus den Flüssen.

Ein dritter schwerwiegender Verschmutzungsfaktor sind chemische Stoffe, diese gelangen ins Abwasser und damit letztendlich auch wieder ins Meer. Der ein oder andere denkt vielleicht, dass das ja nicht so schlimm sei, aber tatsächlich sind viele der Stoffe giftig, krebserregend, erbgutschädigend oder hormonähnlich.
Diese sollten also auch unbedingt aus dem Wasser ferngehalten werden!

Wir alle sollten uns mehr um unseren Planeten und die Gewässer kümmern, denn wir haben nur diese eine Erde! Und mit diesem Schlusswort verabschiede ich mich für heute, bis morgen wieder!

Zain
27.3.15 20:52


 [eine Seite weiter] Gratis bloggen bei
myblog.de